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Deutsche Schachjugend |
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Im letzten FORUM hatten wir auf die Arbeit des Arbeitskreises Internet, der vom früheren DSB-Präsidenten berufen wurde, aufmerksam gemacht. Es folgt nun der offizielle Zwischenbericht des Arbeitskreises zusammen mit dem Aufruf zur offenen Diskussion, um dem lebendigen Medium Internet gerecht zu werden.Das Internet -
Chance oder Gefahr für die Schachorganisation?Zwischenbericht des AK Internet des Deutschen Schachbundes
1. Einleitung, Ziele des Deutschen Schachbundes und einige Vorbemerkungen1.1. Einleitung und Ziele des Deutschen Schachbundes
Um Maßnahmen für Internetaktivitäten des Deutschen Schachbundes beurteilen zu können, müssen Annahmen über die Ziele und Vorstellungen des Deutschen Schachbundes getroffen werden. Wir gehen im Nachfolgenden von folgenden Zielen aus:
- Eine höhere Anzahl von Schachspielern in Deutschland.
- Ein höherer Organisationsgrad als Verhältnis von im Schachbund organisierten Schachspielern zu Schachspielern in Deutschland.
- Mehr Freude für den einzelnen Schachspieler. Dies sehen wir als gleichbedeutend mit einer besseren quantitativen und aktuellen Informationsversorgung zu Turnieren und Spielgelegenheiten sowie einem vertieften Spielwissen an.
Vom Aufkommen des Internet gehen eine Reihe von Chancen und Gefahren im Hinblick auf die Ziele des DSB aus: Online-Plattformen wie der Internet Chess Club mit Tausenden von Mitgliedern zeigen, dass Schach mit zunehmender Bedeutung im Internet gespielt wird. Auch einzelne Schachturniere mit mehreren tausend Beteiligten und namhaften Spielern zeigen, dass dies keine Randgruppen Schachbegeisterter betrifft.
Wird diese Entwicklung zum Risiko und zur Bedrohung für das vereinsorganisierte Schach? Oder liegt hier sogar eine Chance für die etablierten Vereine und Verbände? Längst verlorene Mitglieder beschäftigen sich nunmehr wieder mit dem uns wertvollem Spiel.
Als Mediensportart bislang weitgehend unbeachtet, kommt jetzt im Internet die Chance: von Schachturnieren ist nunmehr live und täglich aktuell zu lesen. Medienpräsenz: Was wir im Fernsehen und Tageszeitungen nicht bekommen, im Internet haben wir unsere eigene Bühne.
Was kann der Schachspieler im und vom Internet erwarten? Er kann aktiv spielen (Kapitel 2), er kann trainieren (Kapitel 3) und sich täglich aktuell über das Schachgeschehen informieren (Kapitel 4). Aber auch für den Deutschen Schachbund als Institution stellt das Internet Werkzeuge bereit, innerhalb seiner Organisation schneller, mit geringeren Kosten und ausführlicher zu informieren (Kapitel 5). Hierfür müssen Ziele definiert (Kapitel 1) und umgesetzt (Kapitel 6) werden.
Dementsprechend stellt der Arbeitskreis Internet seine Arbeit in diesen Rahmen und wendet sich am Ende eines jeden Kapitels mit Fragen und Forderungen an den Deutschen Schachbund. Über den Fortbestand des Arbeitskreises und seine Arbeit entscheidet sicherlich der Deutsche Schachbund. Wie in der Zukunft seine Arbeitsschwerpunkte aussehen könnten und die Arbeit zu organisieren ist, berichtet das Schlusskapitel (Kapitel 6).
Dieses Papier ist ein Zwischenbericht, nicht mehr und nicht weniger. Es lässt in vielen Punkten Fragen offen. Jedoch möchte der Arbeitskreis diesen Zwischenbericht auch unvollständig zur Diskussion stellen.
1.2. Werbung auf den Internetseiten des Deutschen Schachbundes
Kaum eine Internetseite stellt sich heute ohne Werbung dar. Zum einen ist Werbung Refinanzierungsmittel für gute Inhalte. Zum anderen verzichten viele Nutzer gerne auf Werbung. Sollten auf der Seite des Deutschen Schachbundes Werbemöglichkeiten angeboten werden?
Bei Preisen von etwa 15 bis 20 DM pro Tausend Aufrufe und gleichzeitig etwa 100.000 Besuchern im Monat, beträgt der Wert der heutigen Seite des DSB etwa 1.500 - 2.000 DM pro Monat und Banner, wobei die Bannerpreise in den letzten Monaten eher fallen als steigen.
Innerhalb des AK Internet ist der Punkt "Werbung - ja oder nein" umstritten und muss an den Schachbund weitergegeben werden.
Sollte die Antwort hier ja lauten, so ist zu klären, wie die Vermarktung der Bannerplätze erfolgt. Zum einen bieten sich hier professionelle Vermarkter wie Doubleclick oder ähnliche an. Diese nehmen in der Regel 50% der Einnahmen und bestehen auf Mindestseitenaufrufen im Monat, die ungefähr im Bereich der Schachbundseiten liegen. Somit ist nicht eindeutig, ob eine Vermarktung möglich ist. Zum anderen: Die Vermarktung durch den DSB selbst in die Hand zu nehmen, ist vermutlich nicht sehr aufwendig. Zeitverträge über mehrere Monate und eine öffentliche Ausschreibung sind vermutlich nur begrenzt aufwendig.
Es gibt darüber hinaus die Meinung innerhalb des Arbeitskreises, die Bannerplätze den klassischen Sponsoren des DSB zur Verfügung zu stellen.
Somit ergibt sich die nächste Frage: Wer innerhalb des DSB soll die Vermarktung der Seiten langfristig betreiben?
1.3. Die neue Homepage
Entsprechend der oben angesprochenen Gliederung schlagen wir ein neues Layout für die Homepage vor. Einige Änderungen werden vorgenommen werden müssen, wenn Entscheidungen über den Inhalt und Punkte, wie Werbung auf den Schachbundseiten, getroffen wurden.
Das neue Design schafft ebenfalls einen Rahmen für die anderen Seiten des Internetauftritts des DSB. An einer entsprechenden Richtlinie wird gearbeitet, sobald die Homepage als Vorlage verabschiedet ist.
1.4. Forderungen und Fragen
Fragen
Verfolgt der Schachbund andere Ziele als in diesem Papier angenommen?
Will der Deutsche Schachbund Bannerwerbung auf seinen Seiten zulassen?
Wer soll die Vermarktung der Seiten vornehmen: Der Schachbund in Eigenregie, oder externe Anbieter?
Forderungen
Wir bitten, die Gestaltung der neuen Homepage zu genehmigen.
Wir bitten darüber hinaus, die Entscheidung über geringfügige Gestaltungsänderungen in die Hand des Arbeitskreises Internet zu legen. Der Arbeitskreis hält bei gravierenden Gestaltungsänderungen Rücksprache mit der Geschäftsstelle.
2. Spielen2.1. Vorbemerkung
Im Internet Chess Club sind ständig 1.000 bis 2.000 Spieler unterschiedlichster Spielstärke zu jeder Tages- und Nachtzeit zu finden. Namhafte Großmeister nutzen die Spielmöglichkeit mitunter mehrere Stunden am Tag. Phillip Schlosser, Michael Bezold und Jan Gustafsson sind nur wenige Beispiele. Wenn der ICC gratis einen Qualifikationsplatz für Dos Hermanas ausschreibt, kommen über 3.200 Spieler weltweit zum Turnier.
Die Frage eines Engagements stellt sich mit Dringlichkeit. Ist der einzelne Spieler erst an eine bestimmte Plattform gewöhnt, so muss eine neue Spielplattform schon eine Reihe von Verbesserungen bieten, damit sich ein Wechsel lohnt. Kein Spieler unterzieht sich freiwillig den Mühen, eine neue Plattform erst kennenzulernen und neue Programme zu installieren, wenn für ihn kein Vorteil ersichtlich ist. Die etablierten Plattformen sind jedoch technisch schon recht ausgereift und wachsen mit jedem Tag. Je mehr Spieler eine Plattform nutzen, desto kürzer sind die Wartezeiten für Spieler, um den gewünschten Spielpartner zu finden.
Mit einem Vertrag mit der Firma GamesParlor hat der DSB die Weichen für ein Engagement in diesem bereits geschaffen. Doch ein Spielbetrieb wurde bislang noch nicht aufgenommen. Der Arbeitskreis weiß nicht warum.
2.2. Kriterien als Messlatte für die Zusammenarbeit mit einen Schachserver
Ein kostenfreier Testzugang für neu Interessierte sollte möglich sein.
Eine Anmeldung sollte einfach und unbürokratisch erfolgen können.
Die Spiele sollten mit einer Internetwertung zur Motivation der Spieler enden.
Das System muss stabil sowohl auf Server, als auch auf Clientebene arbeiten (Stabilität).
Der Spielbetrieb, zumindest aber die Informationen und Hilfefunktionen sollten in deutscher Sprache erfolgen bzw. bereitstehen.
Das System muss auch für Nichtmitglieder des DSB offen sein.
Zum Spielbetrieb: Er sollte für Mitglieder des DSB kostenfrei, für Nichtmitglieder mit geringen Mehrkosten möglich sein. Startgelder für Turniere können erhoben werden, sollten jedoch als Preisgelder an die Spieler ausgeschüttet werden oder dem DSB zu Gute kommen.
Turnierbetrieb: Auf der Spielplattform sollten die Deutschen Internet-Meisterschaften, ein Qualifikationsturnier für einen Platz bei den deutschen Meisterschaften, sowie Spezialturniere wie Thematurniere oder Turniere mit Altersbegrenzung durchgeführt werden. Die Turnierleitung sollte professionellen Maßstäben genügen.
Der Deutsche Schachbund sollte Zugang zu den Spielerdaten wie Name und Emailadresse haben. Ob dies auch die Adresse umfasst, ist innerhalb des Arbeitskreises umstritten.
Zusatznutzen wie das Herunterladen selbst gespielter Partien im PGN-Format, sowie aktuelle Informationen zum Spielbetrieb werden erwartet.
3. Training3.1. Vorbemerkung und technischer Stand
Das klassische Schachtraining hat ein großes Handicap: Die kritische Masse an Spielern, die lernwillig, auf einem gemeinsamen Vorbildungsniveau und zeitlich koordinierbar an einem Ort zusammenkommen können, strebt gegen Null. In welcher Stadt gibt es genügend Spieler, die bei gleicher Spielstärke und ähnlichen Zeitvorstellungen zusammenfinden, um von einem kompetenten Verantwortlichen bei vertretbaren Kosten geschult zu werden? Selbst in mittleren Städten mit vielleicht 100.000 Einwohnern ist dies eher in Ausnahmefällen realistisch.
Oder anders: Kadertraining verursacht hohe Reisekosten und ist auf wenige Wochenenden beschränkt.
Das Internet verspricht Abhilfe: Training per Email ist eine in den letzten Jahren entstandene erfolgreiche Antwort auf Entfernungprobleme und Kostenzwänge. Viele Trainer, unter ihnen bekannte Namen wie Michael Bezold und Phillip Schlosser, arbeiten mit diesem Mittel seit langem. Die Vorteile sind geringe Kosten und ein bequemes Übermitteln der Arbeitsmaterialien. Die Nachteile sind lange Feed-Back-Zyklen für Lehrer und Schüler. Erst einige Tage nach dem ersten Versand wird die Mail gelesen, zurückgesandte Fragen des Schülers beantwortet der Trainer ebenfalls erst nach zwei, drei Tagen und er hat zudem noch das Problem, sich in die Stellung ein zweites Mal einzuarbeiten. Ein Teil des Arbeitskreises ist der Meinung, dass diese Probleme erheblich reduziert werden können. Die Emails sollten an festen Zeiten (innerhalb von Sekunden bzw. Minuten hin und her) gesandt und direkt beantwortet werden. Nur so kann eine effektive Diskussion entstehen.
Mit virtuellen Klassenräumen bzw. ähnlichen Audio, Chat und Video gestützten Internetsystemen werden auch diese Hindernisse aus dem Weg geräumt. Auch der AK Internet tagte in einem solchen Raum. Stabilität, Kosten und Funktion sind die drei technischen Dimensionen. Der Jugendkader unter Leitung von Michael Bezold testete Mitte Mai einen solchen virtuellen Klassenraum. Die Erfahrungen sind trotz Stabilitätsproblemen recht positiv, aber im Arbeitskreis nicht unumstritten.
3.2. Inhaltliche Möglichkeiten und Zielgruppen
Die Möglichkeiten der Lernmethoden im Internet reichen von interaktiven internetgestützten Lernprogrammen, Einzel- und Gruppentraining bis hin zu Vorlesungen.
Automatisierte Lernprogramme: Der Internet Chess Club bietet diese seit einigen Jahren an. Mit Canalweb erstellt die Schachjugend die ersten jederzeit abrufbaren Lerneinheiten.
Interaktive Lernprogramme: Bisher sind keine interaktiven Lerneinheiten bekannt.
Einzeltraining: Erste Ansätze werden in Deutschland bei der Badischen Schachjugend praktiziert. Als Mittel steht hier das kostenlose Programm Netmeeting von Microsoft zu Verfügung. Entsprechende Programme werden kostenfrei zur Nutzung im Internet angeboten.
Gruppentraining: Jesper Hall trainiert die Schwedische Nationalmannschaft seit einigen Monaten in einem virtuellen Klassenraum.
Vorlesungen: Virtuelle Klassenräume können mehrere hundert Besucher empfangen. Hier könnte Schachtraining eine neue Dimension bekommen: Gruppen von 20 bis 50 Durchschnittsspielern können von einem Referenten gleichzeitig in vorlesungsartigen Veranstaltungen unterrichtet werden. Für Schachspieler ein Novum: Somit kann erstmalig eine kritische Masse gleichstarker und trainingswilliger Schachspieler zu einem bestimmten Zeitpunkt zusammen kommen. Gruppen beispielsweise mit DWZ von 700 bis 1100, Alter 8 bis 16 Jahre, können nunmehr ortsunabhängig jeden Tag in der Woche jeweils für ein bis zwei Stunden trainieren.
Lange Anfahrten werden vermieden. Organisations- und Trainerkosten können bei Gruppentraining und Vorlesungen auf wenige Mark pro Unterrichtseinheit und Nutzer reduziert werden.
Für vier Leistungsebenen werden Lerninhalte mit steigender Standardisierung der Lerninhalte benötigt:
Kaderspieler,
Vereinsspieler,
Hobbyspieler,
Anfänger.
3.3. Forderungen und Fragen
Der DSB wird aufgefordert, für Anfänger internetgestützte automatisierte und interaktive Lernprogramme konzipieren zu lassen, und deren internetgerechte Umsetzung zu budgetieren.
Kosten und Ertrag: Schachanfängern wird der Einstieg in unsere Sportart stark vereinfacht. D.h. hier sind mehr Mitglieder und zufriedene Nutzer zu erwarten. Eine Vorstudie über Lehrinhalte kann ehrenamtlich entwickelt werden. Die Entwicklungskosten für die mediale und internetgerechte Aufarbeitung des Lehrmaterials sind schwer abzusehen, dürften aber fünfstellig sein. Sicherlich kann zum Teil auf vorhandene Materialien wie Schulschachlehrhefte, Trainingsmaterialien zum Schachsportabzeichen zurückgegriffen werden.
Der Deutsche Schachbund wird aufgefordert, Gruppen- und Einzeltraining zu fördern, sowie Gelder für einen einjährigen Test eines virtuellen Klassenraumes nach Absprache mit den Bundestrainern bereitzustellen. Länger als einjährige Verträge machen aus Sicht des AK keinen Sinn, da die zur Verfügung stehenden Produkte von starkem Wandel betroffen sind und die derzeit getesteten Systeme noch nicht in vollem Umfang den Anforderungen des Arbeitskreises genügen. Die Kosten belaufen sich maximal auf etwa 7.000 bis 10.000 DM pro Jahr.
Der DSB wird aufgefordert, Vorlesungsinhalte für Hobby- und Vereinsspieler erarbeiten zu lassen, und testweise entsprechende Veranstaltungen mit Hilfe eines virtuellen Klassenraumes durchzuführen.
4. News/PR4.1. Einleitung
Was beim Lebensmittelhändler zählt, sind frisches Brot und Gemüse. Zwei Wochen alte Milch ist nicht mehr an den Mann zu bringen. Das gilt auch für die Nachrichtenseiten im Internet. Der AK Internet meint, dass ein aktueller Nachrichtenbereich für deutsche Veranstaltungen auch auf der Schachbundseite zu finden sein sollte. Offen ist jedoch, wie dieses am besten realisiert werden kann. Hierbei gibt es im wesentlichen zwei Varianten, die auch kombiniert werden können: Erstens Links zu bekannten und empfehlenswerten deutschsprachigen "Aktuellen Nachrichten aus der Schachwelt", zweitens eigene aktuelle (innerhalb weniger Stunden nach Ereignis) Berichte zu unterschiedlichen Veranstaltungen.
Mindestumfang:
Bedeutende deutsche Turniere unter Federführung des DSB sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache.
Bedeutende internationale Turniere mit deutscher Beteiligung in deutscher Sprache.
Bedeutende internationale Turniere auch ohne deutsche Beteiligung.
Wichtige Nachrichten aus dem Inland in deutscher und englischer Sprache.
Nachrichten um das Schachspiel aus dem Inland in deutscher Sprache (Beispiel: Boris Becker spielt Vorgabepartie gegen Kasparov auf Hamburger Modenschau).
Wichtige Nachrichten aus dem Ausland, die Einfluss auf das deutsche Schach haben.
Erwünscht:
Alle deutschen Turniere in deutscher Sprache.
Nachrichten um das Schachspiel auch aus dem Ausland.
Offene Fragen bleiben: Wie grenzt sich diese Arbeit zu der Arbeit von Seiten wie Chessgate, TeleSchach, Chess-International und Schach.com ab? Oder anders formuliert: Wie kann die Arbeit mit den Aktivitäten der angesprochenen koordiniert werden?
Doch der Nachrichtenbereich umfasst nicht nur obige Informationen, auch wenn dies der aufwendigste Teil ist. Weitere Themengebiete finden sich in den Kapiteln 4.2 und 4.3.
Die Mission dieses Kapitels auf der Schachbundseite ist aber noch weiter gefasst. Im Prinzip ist dies der Teil, in welchem der Deutsche Schachbund alle Schachfans anspricht, auch diejenigen, die mit der Organisation des Schachbundes wenig gemeinsam haben.
Egal, ob es Nichtmitglieder sind, um die wir werben, oder Mitglieder, die keine Funktionärsarbeit leisten oder leisten können. Diese Seite soll über Schach informieren und Spaß am Schach vermitteln. Hier müssen Anfänger und Hobbyspieler auf den Geschmack kommen, zu träumen beginnen und einen Schachklub suchen. Junge Spieler müssen alles über ihre großmeisterlichen Vorbilder erfahren und von ihrer Titelnorm träumen. Der erwachsene Spieler muss mehr Spaß und Anregungen finden als bei BigBrother vor dem Fernseher. Er muss wieder von alten Tagen im Schachklub träumen und dorthin den Weg zurückfinden.
Ein nunmehr durch das Internet möglicher Weg, ähnlich wie im Fernsehen direkt mit unserem Schachfan zu sprechen, sind Veranstaltungen wie öffentliche Chats und/oder Videokonferenzen (Kapitel 4.2.). Hier ist das Internet dem Fernsehen im Punkt Interaktivität und Ausbreitungsgebiet sogar überlegen.
4.2. Veranstaltungen im Netz
Die technischen Voraussetzungen sind nicht gigantisch. Die Deutsche Schachjugend macht es mit Sendungen auf Canalweb schon vor. Der AK Internet schlägt vor, in regelmäßigen Abständen mit Vorankündigungen in Schachzeitungen und Presse, Veranstaltungen wie einen Chat mit Funktionären ("Aktuelle Stunde") zu aktuellen Fragen wie neue Zeitkontrolle, Änderungen im Spielbetrieb zu veranstalten. Noch spannendere Veranstaltungen wie "Meister gegen Amateur", oder "Großmeister stellen sich vor" oder "Die Bundestrainer berichten von der Olympiade" können die tägliche Arbeit aller ums Schach Beteiligten mit einfachen Mitteln einer breiten Masse zugänglich machen.
Die technischen Voraussetzungen sind heute gegeben, um mit einfachen finanziellen Mitteln solche Projekte zu realisieren. In dem im Kapitel Training schon angesprochenen virtuellen Klassenraum, bzw. einer Variante dazu hält beispielsweise das Schwedische Außenministerium bereits Pressekonferenzen ab. Wir sind unglücklich, dass das Fernsehen sich wenig für uns als Sportart interessiert? Machen wir uns interaktives Fernsehen selber.
4.3. Nachrichtenbereiche
- Ergebnisdienst
Der Bundesliga - Ergebnisdienst macht es vor: Ergebnisse können vom Spielleiter aktuell und umfassend im Internet bereit gestellt werden. Hervorragender Bestandteil heute und auch morgen.
- Informationen über Großmeister
Die deutschen Großmeister sind nicht nur Lieferanten wichtiger Partien und Bestandteil bedeutender Turniere. Sie sind in erster Linie Menschen und Vorbilder. Wir schlagen vor, eine entsprechende Seite mit Informationen über deutsche Großmeister aufzunehmen.
- Presseinformationen und PR-Material
Alle Pressemitteilungen und das PR-Material gehören ebenso in das Internet. Nicht immer ist dies auch heute gegeben.
- Linkliste
Bereits ebenso erfolgreicher Bestandteil der Seite.
- Suchfunktionen
Das angebotene Material ist vielfältig. Wir schlagen vor, das Material auf den Schachbundseiten über Suchfunktionen besser zugänglich zu machen.
- Forum (Diskussionsforum)
Ein Diskussionsforum, in welchem sich u.a. frei über Spielbetrieb, Positives und Kritikpunkte diskutieren lässt, wird die Verbandsarbeit zwar mancher Kritik aussetzen. Aber der Arbeitskreis ist der Meinung, das die zu erwartenden Anregungen und Ergebnisse alle negativen Begleiterscheinungen überkompensieren.
- Informationen zur Geschichte des Schachs
Ein kleiner Spaziergang durch die Geschichte weckt das Interesse an unserer Sportart.
- Häufige Fragen (FAQ)
Jede gute Internetseite bietet sie an: Antworten auf häufig gestellte Fragen über dies und das erleichtern den Umgang mit der Seite.
- Aktuelle Berichte
Dies war ein intensiv diskutierter Punkt: Natürlich wünscht man sich, dass die neuesten Nachrichten über das deutsche Turniergeschehen ständig auf der Seite des Schachbundes zu finden sind. Doch selbst wenn Berichte und anderes von Turnierausrichtern oder Pressereferenten zur Verfügung gestellt werden, ist der Aufwand recht hoch: Etwa 2 bis 5 Stunden Arbeit am Tag stecken hinter Schachseiten wie www.chess-international.de oder www.schach.com. Mit sieben Tagen in der Woche ist so etwas ehrenamtlich nicht zu bewerkstelligen.Doch ist Geld da, für diese Arbeit jemanden zu beschäftigen? Ein Anbieter veranschlagt etwa 5 Arbeitstunden täglich und kalkuliert eine 35-Stunden-Woche bei einem Gehalt von DM 2.500.- monatlich. Aber die aktuellen Berichte sind nicht das Einzige, das viel Arbeit erfordert.
Der Arbeitskreis überlässt es dem Schachbund, hierüber zu befinden.
4.4. Forderungen
Forderungen
Der DSB mache eine Ausschreibung unter den bekannten Anbietern, um deren Inhalte auf seinen Seiten zu integrieren. In der Ausschreibung werden Leistung und Gegenleistung abgefragt.
Wir schlagen vor, testweise eine Veranstaltung gemäß Kapitel 4.2. zu planen und durchzuführen. Wir rechnen mit Kosten in Höhe von 1.500 DM.
Wir fordern, die Struktur des Nachrichtenbereichs (Kapitel 4.3.) zu bestätigen.
5. Innere Organisation5.1. Die Vorteile des Internets für die Organisation des Schachbundes
Schnelligkeit und die Möglichkeit breite Personenkreise kostengünstig zu informieren sind die Vorteile des Internets im Allgemeinen. Seit vielen Jahren nutzt auch der Schachbund dies auf seinen Seiten. Dennoch wünscht sich der Arbeitskreis eine grundsätzliche Überarbeitung, möchte bisherige Stärken weiter herausheben und Lücken schließen.
Der Arbeitskreis geht davon aus, dass grundsätzlich jede der Öffentlichkeit nicht vorzuenthaltende Information im Netz zu finden sein muss. Für den Suchenden ist so die Information auch ohne Nachfrage in der Geschäftsstelle zu allen Tageszeiten zu finden. Die Geschäftsstelle spart Arbeit und Mühen für Anfragen. Die folgenden Punkte sollte die Internet-Plattform des DSB inhaltlich umfassen:
Informationen über Kaderspieler - als Teil der Öffentlichkeitsarbeit.
Ordnungen wie Geschäftsordnung, Spielordnung - zum Teil im Netz schon erhältlich.
Dokumente und Protokolle - können bei Bedarf in passwortgeschützten Bereichen stehen.
Vereinsdatenbank und Adressen - die Frage wurde per Email an einige Mitglieder des Arbeitskreises oft gestellt. Wo finde ich einen Verein zum Spielen? Der eine oder andere Landesverband hat dies für seinen Bereich schon vorbildlich gelöst. Aber weiterhin ist uns deutschlandweit keine zufriedenstellende Lösung bekannt. In welchem Verband oder Bezirk der Interessent suchen soll, weiß er häufig gar nicht.
Plattformen für Kommissionen und Arbeitskreise - können bei Bedarf in passwortgeschützten Bereichen stehen.
Arbeitshilfen für Vereine und Verbände - Broschüren, Informationsmaterialien zur Vereinsarbeit wie Mustersatzungen.
Konzepte zur Organisation des DSB - können bei Bedarf in passwortgeschützten Bereichen stehen.
Muster-Internetseiten für Verbände und Vereine - es gibt hervorragende Internetseiten von einzelnen Vereinen und Verbänden. Leider sind nicht alle so gestaltet. Auf Vereinsseiten sind beispielsweise Termine für Spielabende, Ansprechpartner oder Wegbeschreibungen unbedingt wünschenswert. Auf Verbandebene gibt es hervorragende Beispiele für einen regionalen Ergebnisdienst und Anderes. Als weitere Aufgabe des AK sehen wir die Erstellung von Musterseiten für Vereine und Verbände. Grundlage der Arbeit ist die Auswahl heute schon existierender Seiten. Deren Webmaster sollen für eine Mitarbeit im AK gewonnen werden, um einen für alle empfohlenen Standard umzusetzen.
Suchfunktionen - Integration von Suchfunktionen innerhalb der Schachbundseite.
DWZ-Datenbank - eines der Herzstücke der heutigen Internetseite (schnellerer Eingang der Ergebnisse in die aktuelle Datenbank, monatliches Update).
Shop / Materialien - wir regen an, bei dem Deutschen Schachbund erhältliche Materialien auch in einem Internet-Shop anzubieten.
Terminkalender - einen Terminkalender gibt es heute schon. Jedoch wünschen wir uns zweierlei. Zum einen, dass alle deutschen Turniere und wichtigen Termine hier zu finden sind. Das umfasst auch alle Termine der Schachorganisationen. Dies ist vermutlich nur über eine Selbsteingabe der Daten zu erreichen, da dies die Hemmschwelle für den eintragenden Turnierausrichter senkt und gleichzeitig den Pflegeaufwand gering hält. Zum zweiten sollte das System datenbankgestützt sein. Hier ist der größte Nutzen für den Internetsurfer zu erzielen: Nicht gesuchte Informationen werden ausgeblendet - das Wichtigste bleibt.
Der Arbeitskreis schlägt vor, die Programmierung extern zu vergeben. Wir schätzen den Aufwand auf bis zu 15.000 DM. Der Arbeitskreis ist dabei, ein Pflichtenheft zu erstellen.
Magazin und Preisrätsel o.ä. - eine in regelmäßigen Abständen zu aktualisierende Ecke.
5.2. Forderungen und Fragen
Informationsfluss
Um Kosten zu sparen, den Informationsfluss zu beschleunigen und zu verbreitern, läuft in drei Jahren die innerverbandliche Kommunikation über das Internet. Postsendungen erfolgen nur im Ausnahmefall.
Informationen an Vereine
Informationen an Verbände und Bezirke
Informationen an Funktionsträger
Meinungsbildung über alle Ebenen hinweg
Forderung:
Jeder Verein muss in drei Jahren einen Internet- und E-Mail-Zugang haben (keine eigene Homepage notwendig, aber ein Verantwortlicher mit Zugang). Vereine ohne Zugang müssen evtl. Zusatzkosten und Informationsverzug in Kauf nehmen. Die Ordnungsbestimmungen werden angepasst.Kosten/Ertrag:
Keine zusätzlichen Kosten für den Verein. Kostenersparnisse beim Versenden von Rundschreiben.Aktualität und Kontrolle
Umfassende, korrekte und aktuelle Informationen müssen veröffentlicht werden.
Forderung:
Jeder Fachbereich und jeder Landesverband im DSB stellt einen Internet-Verantwortlichen zur Verfügung, der neue Informationen bereitstellt und Informationen Dritter in seinem Zuständigkeitsbereich innerhalb einer Woche nach Erscheinen überprüft. Dies gilt insbesondere im Zusammenhang mit der Termindatenbank.Kosten/Ertrag:
Keine weiteren Kosten, da ehrenamtlich.Diskussion
In Diskussionsforen wird die innerverbandliche Diskussion vorangetrieben.
Forderung:
Der DSB gibt regelmäßig Fragestellungen in die Diskussion und berücksichtigt die dort entstehenden Ergebnisse. Der DSB stellt Moderatoren bereit.Kosten/Ertrag:
Erstellung und Moderation des Diskussionsforums erfolgt ehrenamtlich.Offenheit
Verbesserung des Informationsflusses, Vereinfachung der Archivierung, Vorbereitung eines "Intranets" (Internet für interne Zwecke, mit differenzierten Zugriffsrechten).
Forderung:
Grundsätzliche Veröffentlichung aller Informationen wie Protokolle, Ankündigungen, Einladungen, Ausarbeitungen, Pressemitteilungen, Schriftwechsel (Ausnahme: bei datenschutzrechtlichen Gründen, bei nur geringem öffentlichen Interesse oder bei berechtigtem Schutz der wirtschaftlichen Interessen des Verbandes)Kosten/Ertrag: Keine weiteren Kosten bei vorhandenem Intranet. Effizienzsteigerungen in der täglichen Arbeit.
Modernisierung des Arbeitsstils
Forderung:
Verbesserte Ausstattung der Geschäftsstelle (Vernetzung, Dokumentenstruktur und -archivierung, Schulungen, Emailadressen, Terminmanagement, Servicepartner)Termindatenbank
Auf den DSB-Seiten wird eine zentrale Termindatenbank aufgebaut, die Spieltermine und Termine der Organisation aller Ebenen aufnimmt. Die Terminabfrage erfolgt mit individuellen Filtern (z.B. Turniere, Meisterschaften, Schnell- oder Turnierschach, Lehrgänge, Sitzungen, regionaler Filter).
Forderung:
Der DSB entscheidet über die notwendigen Mittel (ein Budgetwert wird derzeit erarbeitet) und alle Ebenen erklären sich bereit, in die zentrale Datenbank ihre Termine einzupflegen. In einer ersten Stufe gilt dies nur für DSB, Landesverbände und freiwillige Einträge.Kosten und Ertrag:
Bis zu 15.000 DM Kosten. Keine finanziellen Erträge. Bessere Terminabstimmung, Interessenten werden schneller und richtiger informiert.
6. Umsetzung6.1. Bevorstehende Aufgaben
Viele Punkte dieses Berichtes bedürfen der weiteren Bearbeitung. Insbesondere die Kapitel "News und PR" und "Innere Organisation" bedürfen in der nächsten Zeit der Konkretisierung. Arbeiten zum Kapitel "Spielplattform" sind nicht weiter geplant. Das Kapitel "Training" braucht zunächst das konzeptionelle Ausarbeiten der Inhalte, was der Arbeitskreis nicht leisten kann. Projekte wie Einzeltraining mit Netmeeting oder "Virtuelles Klassenzimmer" wird der Arbeitskreis in die Praxis begleiten und nach ersten Erfahrungen wieder technologisch überprüfen.
Und wer meint, eine Internetseite sei jemals fertig, verkennt den Wandel der Zeit und überlässt die Seite inhaltlich dem Verfall. Dennoch - irgendwann ist Schluss. Wir planen noch etwa ein Jahr für das komplette Überarbeiten der Seite. Ob dies das Ende der Arbeit des Arbeitskreises darstellt, ist umstritten, ist aber zum derzeitigen Zeitpunkt schwer absehbar.
Die Arbeiten sind vielfältig und erfordern in Teilbereichen Profis. Der AK Internet ist sich dessen bewusst und möchte seine Arbeit mit "Networking" bewältigen, und zwar in einem Beziehungsgeflecht von Profis, Spezialisten, Funktionären, Schachspielern und Schachbegeisterten. Diese alle arbeiten zusammen mit ihren Spezialgebieten, Aufgabenbereichen und Wünschen für die Weiterentwicklung (mit aktuellem und korrektem Inhalt) der Internetseiten des Deutschen Schachbundes.
Wir streben eine vernetzte Organisation (im wörtlichen und übertragenen Sinn) von Schachinteressierten an. Für die Organisation bedeutet das, den Aufbau und die Pflege eines Netzwerkes von Stellen (aktiven Servern im übertragenen Sinn) voranzutreiben. Diese "Server" sollten unabhängig von einzelnen Personen sein (Personen müssen austauschbar bzw. ersetzbar sein). Dieses Ziel ist heute im Zeitalter des Internets sehr viel leichter als früher zu realisieren!
6.2. Arbeitsgruppen
Für einige Fragestellungen möchte der Arbeitskreis gerne Dritte für seine Arbeit hinzuziehen. Ein Beispiel: es müssen keine Musterseiten für Landesverbände vom Arbeitskreis geschaffen werden, wenn es bereits hervorragende Arbeiten gibt. Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Webmaster solcher Seiten dafür zu gewinnen, die Erfahrungen mit ihrer Seite in Vorlagen für andere Verbände auszuarbeiten.
Impressum DSJ-FORUMHerausgeber: Deutsche Schachjugend
www.Deutsche-Schachjugend.de
Verlag: JugendSchachVerlag, Partner der Deutschen Schachjugend
Redaktionsanschrift: Geschäftsstelle Deutsche Schachjugend, Jörg Schulz, Hanns-Braun-Str. Friesenhaus I, 14053 Berlin.Das DSJ-FORUM ist das Informationsblatt der Deutschen Schachjugend. Es erscheint 10 mal im Jahr als Beilage der Zeitung JUGENDSCHACH.
DSJ-FORUM wird gefördert aus Bundesmitteln des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
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